Die besten Wärmebildferngläser für die Jagd sind diejenigen, die zu Ihrer Beobachtungsdistanz, der Dauer Ihrer Jagd und dem jeweiligen Gelände passen. Bei der Jagd im offenen Gelände ist eine hohe Reichweite wichtig. Bei stundenlanger Suche ist ein hoher Tragekomfort entscheidend. Und für Einsteiger in die Wärmebildtechnik sind einfache Bedienung und ein fairer Preis wichtig.
Nocpix hat die QUEST-Serie genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten. Jedes Modell verfügt über zwei AMOLED-Displays, einen integrierten Laser-Entfernungsmesser (LRF) und eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz. Die Unterschiede zwischen den Modellen liegen in der Sensorauflösung und der Objektivgröße – und genau diese Unterschiede entscheiden darüber, welches Modell am besten zu Ihren Jagdanforderungen passt.
In diesem Leitfaden stellen wir Ihnen die vier QUEST-Modelle vor, erklären, worauf es beim Kauf von Wärmebildferngläsern ankommt, und beantworten die Fragen, die Jäger vor dem Kauf am häufigsten stellen.
Inhaltsverzeichnis
Welches ist das beste Wärmebildfernglas für Jäger?
Die vier QUEST-Modelle decken das gesamte Spektrum ab – vom Einsteiger bis zum ambitionierten Weitschützen. Hier erfahren Sie, wie jedes Modell einem bestimmten Bedarf gerecht wird.
Optimal für maximale Klarheit – Nocpix Quest S50R

Wenn Sie das schärfste Wärmebild erhalten möchten, das mit einem Handfernglas möglich ist, Quest S50R ist das Topmodell der QUEST-Reihe.
Es verwendet den 1280×1024-Sensor von Nocpix mit einer NETD von ≤15 mK und einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz. Diese Sensorauflösung ist bei Wärmebildferngläsern selten. Sie erhalten schärfere Details beim Zoomen, weniger Bildstörungen bei Nässe und eine bessere Unterscheidung zwischen nahe beieinander stehenden Tieren.
Das 50-mm-Objektiv mit Lichtstärke F1.1 und das weite Sehfeld von 17,5° × 14° ermöglichen schnelles Scannen großer Flächen. Auf 100 Meter Entfernung deckt das Sehfeld etwa 30 × 24 Meter ab – genug, um einen kompletten Feldrand in einem Durchgang abzusuchen. Die 2-fache Basisvergrößerung sorgt für ein weites Sichtfeld beim Scannen, und der digitale Zoom erlaubt bei Bedarf das Heranzoomen.
Dieses Modell ist ideal für Jäger, die lange Nächte hinter dem Fernglas verbringen. Zwei 1920×1200 AMOLED-Bildschirme, eine 10-mm-Austrittspupille und die elektronische Bildstabilisierung reduzieren die Augenbelastung. Die Detektionsreichweite beträgt 2600 Meter, die Reichweite des Laser-Suchers 1000 Meter. Mit nur 750 Gramm und der Schutzart IP67 ist es bestens für den Einsatz im Gelände geeignet.
Ideal für die Jagd auf große Entfernungen – Nocpix Quest H50R

Der Quest H50R Sie ist die ideale Wahl, wenn Sie weit entfernte Motive aufnehmen und dennoch ein brauchbares Bild erhalten möchten. Sie kombiniert einen 640×512-Sensor mit einem 50-mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von F1.1 und bietet Ihnen so ein engeres Sichtfeld von 8,8°×7,0°, aber eine stärkere 4-fache Basisvergrößerung.
Die höhere Basisvergrößerung holt entfernte Wärmesignaturen näher heran, ohne dass dabei so stark auf digitalen Zoom angewiesen ist. Auf Bergrücken, großen Weiden und Feldern lassen sich Wärmequellen schneller erkennen und ihre Form besser erfassen. Der 640×512-Sensor hat sich als optimal erwiesen – die Pixeldichte ist hoch genug, um ein Wildschwein von einem Kalb auf mehrere hundert Meter Entfernung zu unterscheiden.
Die NETD liegt bei ≤15 mK und die Bildwiederholfrequenz bei 60 Hz, wodurch auch bei hoher Luftfeuchtigkeit oder leichtem Regen ein flüssiges Bild gewährleistet ist. Die Erfassungsreichweite beträgt 2600 Meter, was das Objektiv zu einer leistungsstarken Option für große Entfernungen macht. Der integrierte Lasersucher liefert die Daten an den ballistischen Rechner, sobald Sie zum Schuss bereit sind. Wenn Sie aus offener Blende ein stationäres Zielfernrohr anvisieren, ist das H50R bestens dafür geeignet.
Beste Allround-Wahl – Nocpix Quest H35R
Für die meisten Jäger gilt: Quest H35R bietet die beste Balance zwischen Bildqualität, Sichtfeld und Portabilität.
Sie verwendet denselben 640×512-Sensor wie die H50R, kombiniert ihn aber mit einem lichtstärkeren 35-mm-Objektiv (F0.9). Das Ergebnis ist ein Sichtfeld von 12,5°×10° – weit genug, um Baumreihen und Buschränder abzusuchen, und mit ausreichender Vergrößerung, um Objekte zu identifizieren. Mit ihrer 3-fachen Basisvergrößerung eignet sie sich hervorragend für gemischtes Gelände.
Dank des kleineren Objektivs wiegt die H35R weniger als 700 Gramm. So lässt sie sich auch bei längeren Pirschgängen bequem am Tragegurt mitführen. Die Reichweite beträgt 1800 Meter – mehr als ausreichend für die meisten Jagdsituationen. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 6 Stunden, und dank des Dual-Akkusystems kann der externe 18650-Akku im laufenden Betrieb gewechselt werden. Die Schutzart IP67 schützt vor Regen und Staub. Ob Felder, Waldränder oder sanfte Hügel – die H35R ist für alle Jagdgebiete bestens geeignet.
Ideal für Einsteiger – Nocpix Quest L35R

Der Suche L35R ist das Einstiegsmodell der QUEST-Familie. Es verfügt über einen 384×288-Sensor, der mit der gleichen NETD-Wert von ≤15mK und der gleichen Bildwiederholfrequenz von 60Hz wie die höherwertigen Modelle kombiniert ist.
Die thermische Empfindlichkeit ist entscheidend. Ein 384×288-Sensor mit hoher NETD-Empfindlichkeit ist unter schwierigen Bedingungen oft einem höher auflösenden Sensor mit geringer Empfindlichkeit überlegen. Der L35R bietet Ihnen eine zuverlässige Detektionsleistung, ohne dass Sie für eine Auflösung bezahlen müssen, die Sie möglicherweise noch nicht benötigen.
Das 35-mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von F0,9 bietet ein Sichtfeld von 7,5° × 5,7° bei 5-facher Basisvergrößerung. Das engere Sichtfeld verlangsamt das Scannen, die höhere Basisvergrößerung erleichtert jedoch die Identifizierung auf mittlere Entfernungen. Die Erfassungsreichweite beträgt 1800 Meter.
Für Jäger, die sich gerade erst mit Wärmebildferngläsern beschäftigen, ist das L35R ideal: Es ist einfach zu bedienen – vier Tasten, Einhandbedienung und das gleiche Dual-Batteriesystem wie die gesamte QUEST-Serie. Sie erhalten LRF, ballistische Berechnung, N-LINK-Konnektivität und IP67-Schutzart in einem leichteren und günstigeren Paket. Starten Sie hier und steigen Sie später bei Bedarf auf ein höherwertiges Modell um.
Worauf sollte man bei der Auswahl des besten Wärmebildfernglases für die Jagd achten?
Technische Daten sind nur dann relevant, wenn sie zu Ihrer Jagdweise passen. Hier sind die vier Faktoren, die tatsächlich beeinflussen, was Sie sehen und wie lange Sie durch das Zielfernrohr beobachten können.
Sensorauflösung und Bilddetails
Die Auflösung bestimmt, wie viele Details der Sensor erfasst, bevor das Bild Ihr Auge erreicht. Ein Sensor mit 1280 × 1024 Pixeln erfasst über 1,3 Millionen Wärmebildpixel. Ein Sensor mit 640 × 512 Pixeln erfasst etwa 327.000 Pixel. Ein Sensor mit 384 × 288 Pixeln erfasst etwa 110.000 Pixel. Eine höhere Auflösung ist besonders hilfreich beim Zoomen, bei teilweise verdeckten Tieren oder wenn Sie zwei nahe beieinander liegende Wärmequellen unterscheiden müssen.
Bei der Jagd in offenem Gelände und der Beobachtung mit Fernglas auf große Entfernungen macht die Auflösung einen großen Unterschied. Bei der Jagd in dichterer Deckung, wo es nur darauf ankommt, zu erkennen, ob sich etwas befindet, reicht eine mittlere Auflösung aus. Der Nocpix-Blog erklärt mehr. Auflösung des Wärmebildgeräts für Jäger, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, detaillierter.
NETD und Bildwiederholfrequenz
NETD misst, wie gering der vom Sensor erfasste Temperaturunterschied ist. Je niedriger, desto besser. Die QUEST-Serie arbeitet mit ≤15 mK und gehört damit zum Premiumsegment. Bei Nebel, leichtem Regen oder kontrastarmen Morgenstunden verhindert ein niedriger NETD-Wert, dass das Bild unscharf wird.
Die Bildwiederholfrequenz gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild aktualisiert wird. Die QUEST-Serie arbeitet mit 60 Hz. Das bedeutet flüssiges Tracking, selbst bei sich bewegenden Tieren. Niedrigere Frequenzen wie 30 Hz sind zwar auch nutzbar, aber 60 Hz sorgen für ein flüssiges Bild, das Schwenks natürlich wirken lässt. Wenn Sie die Grundlagen der Wärmebildtechnik besser verstehen möchten, schauen Sie sich den Leitfaden von Nocpix an. Wie Wärmebildkameras bei der Jagd funktionieren.
Erfassungsbereich vs. Identifizierungsbereich
Hersteller geben die Erfassungsreichweite an – wie weit der Sensor eine Wärme registriert. Die Identifizierungsreichweite – wie weit man das Objekt identifizieren kann – ist immer geringer. Eine Erfassungsreichweite von 2600 Metern bedeutet nicht, dass man ein Reh in 2600 Metern Entfernung identifizieren kann. Um ein Tier zu identifizieren, teilt man die Erfassungsreichweite etwa durch drei bis vier.
Bei der Jagd auf Hirsche und Wildschweine bietet eine Erfassungsreichweite von über 1500 Metern ausreichend Spielraum. Die meisten Jäger erkennen ihre Ziele auf wenige hundert Meter Entfernung, und genau darauf kommt es bei der Schussentscheidung an. Vergewissern Sie sich vor jedem Schuss visuell, dass Sie Ihr Ziel erfasst haben, und informieren Sie sich über die örtlichen Jagdgesetze bezüglich der Verwendung von Wärmebildgeräten.
Lichtsucherfunktion, Akkulaufzeit und Ergonomie
Ein integrierter Laser-Entfernungsmesser macht Schluss mit dem Rätselraten bei der Entfernungsmessung. Jedes QUEST-Modell ist mit einem 1000-Meter-LRF ausgestattet. Die genaue Entfernungsmessung ist entscheidend bei der Jagd in offenem Gelände, wo Distanzen schwer einzuschätzen sind.
Die Akkulaufzeit reicht für eine ganze Nacht. Das QUEST-Dual-Akkusystem kombiniert einen fest verbauten Akku mit einem austauschbaren 18650-Akku. Der externe Akku kann im laufenden Betrieb gewechselt werden. Der Näherungssensor versetzt das Gerät in den Standby-Modus, sobald Sie es absenken.
Ergonomie ist wichtiger, als die meisten Erstkäufer erwarten. Ein komfortables Fernglas liegt auch nach längerem Gebrauch angenehm in der Hand. Die Ferngläser der QUEST-Serie wiegen je nach Modell 700 bis 750 Gramm und verfügen über vier Tasten, die sich auch mit Handschuhen bedienen lassen. Falls Sie noch keine Erfahrung mit Wärmebildoptiken haben, bietet Ihnen der Leitfaden von Nocpix hilfreiche Informationen. beste Wärmebildoptik erläutert die Unterschiede zwischen Monokularen, Ferngläsern und Zielfernrohren.
Abschließender Gedanke
Die besten Wärmebildferngläser für die Jagd sind nicht diejenigen mit den höchsten technischen Daten. Es sind diejenigen, die zu Ihrem Gelände, Ihrer Beobachtungstechnik und Ihrer Erfahrung passen.
Der Nocpix QUEST-Serie Diese Modelle decken den gesamten Bereich ab. Die S50R überzeugt mit gestochen scharfen Bildern dank 1280p-Sensor und großem Sichtfeld. Die H50R holt entfernte Ziele mit 4-facher Vergrößerung und 50-mm-Objektiv näher heran. Die H35R bietet die perfekte Balance zwischen Bildqualität und Mobilität für unterschiedliches Gelände. Die L35R ermöglicht Einsteigern einen unkomplizierten Einstieg ohne Kompromisse.
Alle Modelle zeichnen sich durch dieselben Kernstärken aus: hoher Sehkomfort durch das Fernglas, integrierter Lasersucher, 60-Hz-Bildwiederholfrequenz, lange Akkulaufzeit dank zweier Akkus und Schutzart IP67. Die Wahl hängt letztendlich von Ihren individuellen Bedürfnissen ab.
Sehen Sie sich die gesamte Nocpix QUEST-Serie an und vergleichen Sie die Modelle. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, welches Modell am besten zu Ihren Jagdbedürfnissen passt, wenden Sie sich direkt an Nocpix – erfahrene Jäger beantworten Ihre Fragen und kennen die Ausrüstung.
Wie immer gilt: Informieren Sie sich vor dem Einsatz von Wärmebildgeräten im Revier über die geltenden Jagdbestimmungen in Ihrer Region. Die Gesetze variieren je nach Bundesland und Land, und es liegt in Ihrer Verantwortung, diese zu kennen.
Häufig gestellte Fragen zu Wärmebildferngläsern
Können Wärmebildferngläser durch Glas oder Fenster sehen?
Nein. Wärmebildkameras können nicht durch normales Glas hindurchsehen. Glas reflektiert Infrarotstrahlung im Bereich von 8–14 µm, den Wärmesensoren nutzen. Richtet man ein Wärmebildfernglas auf ein Fenster, sieht man nur die Spiegelung von sich selbst – nicht das, was sich draußen befindet. Man benötigt eine direkte Sichtlinie.
Beeinträchtigt Kälte die Leistung von binokularen Wärmebildkameras? Warum?
Kaltes Wetter verbessert in der Regel den Bildkontrast, wodurch sich warmblütige Tiere deutlicher von ihrer Umgebung abheben. Bei kaltem Boden und Bäumen vergrößert sich der Temperaturunterschied, was zu einer stärkeren visuellen Unterscheidung führt. Laut Pulsars Leitfaden zu Wetter und Wärmebildkameras bieten kalte, trockene Hintergründe wie Schnee einige der besten Wärmebildbedingungen des Jahres. Die QUEST-Serie ist dank IP67-Schutzart gut gegen Kälte geschützt, jedoch kann es bei Minustemperaturen zu kürzeren Akkulaufzeiten und einer etwas langsameren Elektronikreaktion kommen, wodurch die Bildschärfe zugunsten der höheren Betriebsgeschwindigkeit reduziert wird.
Welche Detektionsreichweite benötige ich für die Jagd auf Hirsche oder Wildschweine?
Für die meisten Jagden auf Hirsche und Wildschweine reichen 1500 bis 1800 Meter völlig aus. Ziele jenseits von 366–549 Metern lassen sich selten orten, aber eine größere Ortungsreichweite ermöglicht eine frühzeitige Warnung. Die QUEST H35R und L35R erreichen beide 1800 Meter. Die S50R und H50R erreichen sogar 2600 Meter, was besonders in weitläufigem, offenem Gelände wie den westlichen Ebenen oder großen landwirtschaftlichen Flächen von Vorteil ist.
Lohnt sich der Aufpreis für ein Wärmebildfernglas für die meisten Jäger?
Es kommt darauf an, wie Sie jagen. Wenn Sie länger als 30 Minuten am Stück beobachten, sind Ferngläser deutlich komfortabler als Monokulare. Die Nutzung beider Augen reduziert die Belastung und verbessert die Tiefenwahrnehmung bei längeren Beobachtungen. Wenn Sie hauptsächlich kurze Suchläufe durchführen, bevor Sie sich bewegen, kann Ihnen ein gutes Wärmebildmonokular für weniger Geld gute Dienste leisten. Nocpix hat einen Artikel dazu veröffentlicht. Warum Komfort bei Wärmebildferngläsern wichtig ist Das erklärt die Wissenschaft hinter dem binokularen Sehen genauer.

